Welcher Lichtzyklus ist am besten für Autoflower?
- 1. 24/0 lichtzyklus
- 2. 18/6 lichtzyklus – der beste zyklus für autoflower
- 3. 20/4 lichtzyklus
- 4. Brauchen autoflower dunkelheit?
- 5. Autoflower im freiland anbauen
- 6. Auch das richtige farbspektrum zur richtigen zeit zählt
- 7. Fazit
Im Cannabis-Königreich sind Autoflower die Antwort auf viele Probleme. Sie sind vielleicht die beste Entdeckung seit Fladenbrot – und das aus mehreren Gründen. Zum einen wachsen sie schnell, zum anderen brauchen sie nicht viel Planung. Photoperiodische Pflanzen beginnen nur dann mit der Blüte, wenn sich die Dunkelphase verlängert, doch Autoflower sind auf kein solches Signal angewiesen, um ihre Arbeit zu erledigen.
Sie beginnen mit der Blüte, sobald sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, anstatt einem bestimmten Hell-/Dunkel-Zyklus zu folgen. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie gar kein Licht brauchen. Wie andere Pflanzen stellen auch sie mit Licht ihre Nahrung her. Bis auf ihre Fähigkeit, automatisch zu blühen, sind sie wie ganz normale Pflanzen. Sie benötigen gutes Sonnenlicht oder eine andere Lichtquelle, um reichlich Ertrag zu produzieren. Besonders beim Indoor-Anbau ist der Lichtzyklus ein wichtiger Faktor, den man nicht außer Acht lassen sollte.
Ausreichende Beleuchtung ist beim Cannabisanbau, wie auch bei Pflanzen allgemein, eine der wichtigsten Variablen – wenn nicht die wichtigste. Wie du bestimmt noch aus dem Biologie-Unterricht weißt, brauchen Pflanzen Licht, um Photosynthese zu betreiben. Dabei wird Licht in Zucker umgewandelt, welcher wiederum in ATP gespalten wird – die Energieeinheit der Zelle. Dieses Molekül erlaubt es Pflanzen, sämtliche physiologischen Prozesse durchzuführen, die für Wachstum, Überleben und Gedeihen notwendig sind. Doch die Photosynthese kommt einer Cannabispflanze nicht nur in Bezug auf Energieproduktion zugute.
Mit diesen beeindruckenden Fakten im Hinterkopf weißt du nun, wie wichtig Licht beim Anbau von hochwertigem Weed wirklich ist. Neben der Lichtintensität solltest du auch den optimalen Lichtzyklus wählen, um die größtmöglichen und stärksten Buds zu erzielen. Es ist 2026 und es gibt keinen bestimmten Lichtzyklus, der für Autoflower verwendet wird. Jeder Grower macht, was für ihn am besten passt. Ebenso kannst du experimentieren, die Pflanzen verschiedenen Lichtzyklen aussetzen und das wählen, was für dich funktioniert. Lies weiter, um zu verstehen, welcher Lichtzyklus für Autoflower die größten Erträge bringt.
1. 24/0 Lichtzyklus
Was ist also ein Autoflower und welcher Zyklus ist der beste? Viele Grower schwören darauf, ihren Autoflower 24 Stunden Licht zu geben. Sie sind überzeugt, dass dies der beste Lichtzyklus ist, denn die Pflanzen scheinen bei maximaler Lichtmenge regelrecht zu gedeihen. Technisch gesehen wachsen Pflanzen im 24/0 Zyklus schneller, da sie ununterbrochen Photosynthese betreiben können.
Was wir jedoch nicht vergessen dürfen: Egal ob Autoflower oder photoperiodische Pflanzen – jede Pflanze braucht, wie jedes andere Lebewesen auch, eine Pause. Stell dir vor, du würdest 24 Stunden ohne Pause durcharbeiten! Alle Pflanzen brauchen Ruhephasen, um sich von eventuellen Schäden zu erholen. Auch Autoflower benötigen ihren Schönheitsschlaf, um optimal zu funktionieren.

Außerdem kann ein Lichtzyklus von 24 Stunden die Lebensdauer der Leuchtmittel deutlich verkürzen. Selbst hochwertige und teure Lampen geben im Dauereinsatz irgendwann nach und können Schaden nehmen, wenn sie für längere Zeit keine Pause haben. Anfangs bemerkst du vielleicht keine Probleme, doch über die Zeit tauchen plötzlich verschiedene Störungen wie Hitzeprobleme auf. Gerade in extremen Klimazonen ist es fast unmöglich, 24 Stunden Licht bereitzustellen – es sei denn, man hat eine Klimaanlage. Wird es im Sommer zu heiß, sollte man die Pflanzen am besten eine Weile ruhen lassen, bis die Temperaturen wieder sinken. Und ganz nebenbei sparst du bares Geld, wenn du das Licht ausschaltest. Ein paar Stunden pro Tag erscheinen nicht viel, aber auf Dauer summiert sich das deutlich.
2. 18/6 Lichtzyklus – Der beste Zyklus für Autoflower
Der 18/6 Lichtzyklus ist wohl der gängigste und wird von den meisten Growern genutzt. Dieses Schema ist ideal, da es den Pflanzen mehr als die für das volle Potenzial benötigten 14 Stunden Licht liefert und zusätzlich eine sechsstündige Ruhephase bietet. Selbst mit sechs Stunden Dunkelheit hat die Pflanze ausreichend Zeit, um sich zu erholen und normal zu wachsen. Ein perfektes Setup für Anfänger, die es unkompliziert mögen.
Autoflower sind darauf programmiert, möglichst schnell zu wachsen, und sie sollten keinen Stress erfahren – denn die Erholung fällt ihnen schwerer. Im 24/0 Zyklus bleibt keine Zeit, Stress zu kompensieren, aber ein 18/6 Zyklus bietet sechs Stunden, in denen sich die Pflanze erholen kann.

Auch sparst du bares Geld – 6 Stunden weniger Licht pro Tag ergeben 180 Stunden Ersparnis im Monat! Pflanzen im 18/6 Zyklus gedeihen hervorragend, du reduzierst deinen Stromverbrauch so um 180 Stunden monatlich. Aus dieser Perspektive betrachtet, ist der 18/6 Zyklus definitiv die bessere Wahl, oder? Ohne Zweifel ist 18/6 perfekt für autoflowering Cannabispflanzen.
3. 20/4 Lichtzyklus
Was tun, wenn du dich nicht zwischen 24/0 und 18/6 entscheiden kannst? Du möchtest, dass die Pflanzen maximal wachsen und denkst, 24/0 sei perfekt, doch hast Zweifel, ob das vielleicht zu viel ist. Es klingt auch logisch, dass die Pflanzen mindestens 6 Stunden Schlaf brauchen, um am nächsten Tag weiter zu wachsen.

Andererseits erscheint dir 18/6 zu wenig. Du hast die beste Ausrüstung und bist sicher, dass Lampen, Lüfter & Co. problemlos durchhalten. Was tun? Für Unentschlossene könnte der 20/4 Zyklus die Lösung sein. Du bietest viel Licht, lässt den Pflanzen aber 4 Stunden Pause. Probier es aus – experimentieren bringt die besten Antworten.
4. Brauchen Autoflower Dunkelheit?
Technisch betrachtet benötigen Autoflower keine Dunkelheit, da Ruderalis in freier Wildbahn mitunter 24 Stunden Licht pro Tag hat. Sie können in jedem Lichtzyklus wachsen, solange die Temperaturbedingungen passen. Selbst wild wachsende Ruderalis sind nicht auf Licht angewiesen, um zu blühen. Die Pflanze beginnt zu blühen, wenn sie ein gewisses Alter erreicht oder einige Verzweigungen hat.
Wie oben erwähnt, kann ein 24/0 Zyklus jedoch Stress verursachen – selbst für den Grower. Ohne Ruhephase bleibt der Pflanze weniger Zeit für die Regeneration. Wild wachsende Ruderalis haben sich den Bedingungen angepasst und kommen ohne Probleme aus, aber du züchtest nicht diese Samen. Heutige Autoflower sind zwar robust, widerstandsfähig und anpassungsfähig, aber mit ihren wilden Verwandten nicht ganz vergleichbar. Es wird außerdem empfohlen, zumindest einige Stunden Dunkelheit einzuplanen, da sie für den Stoffwechsel gebraucht werden – darum ist 18/6 oft die perfekte Wahl.
5. Autoflower im Freiland anbauen
Nach all den Diskussionen um Lichtzyklen für den Indoor-Anbau fragt man sich vielleicht: Wie sieht es draußen aus? Einige Grower gönnen ihren Pflanzen morgens die volle Sonne und setzen abends auf LEDs. So stellen sie sicher, dass die Pflanzen genug Licht bekommen und sparen dabei Geld.

Für manche funktioniert dieser Mix, doch notwendig ist es nicht. Autoflower wachsen auch dann optimal draußen, wenn sie nur 12 Stunden Sonnenlicht abbekommen. Klar, Wachstumsphase und Blütephase können sich dann etwas verlängern, beeinträchtigt werden Ertrag und Wachstum dadurch nicht. Sonnenlicht ist durch nichts zu ersetzen, nicht einmal durch die beste Grow-Lampe.
Wenn du also draußen anbaust, lass deine Plants einfach entspannen und die frische Luft genießen – selbst wenige Stunden Naturlicht bewirken Wunder.
6. Auch das richtige Farbspektrum zur richtigen Zeit zählt
Im Growraum kommt es nicht nur darauf an, wann das Licht an und aus ist. Entscheidend ist auch das Lichtspektrum, das du den Pflanzen bietest. Cannabis – wie die meisten anderen Pflanzen – benötigt in den unterschiedlichen Lebensphasen verschiedene Anteile des Lichtspektrums. Unsere Sonne sendet Energie über das gesamte sichtbare Spektrum (und noch darüber hinaus), doch bei künstlichen Lichtquellen für den Indoor-Grow werden oft einzelne Bereiche des Spektrums betont. Das gilt besonders für HID-Lichtquellen, weniger für moderne LED-Panels. Deswegen greifen viele Indoor-Grower für die vegetative Phase auf MH-Lampen zurück und wechseln zur Blüte auf HPS-Lampen – doch mittlerweile setzen sich LEDs als neuer Standard durch.

Bei klassischen HID-Leuchtmitteln liefern MH (Metalldampflampen) ein „bläulicheres“ Licht, das optimal zur vegetativen Wachstumsphase passt. Im Freien fällt diese Phase in Frühling und Sommer, wenn die Sonne hoch steht und mehr blaue Wellenlängen durch die Atmosphäre gelangen. Für die Blütephase wird dann auf HPS (Natriumdampflampen) gewechselt. Deren rötlichere Wellenlängen entsprechen dem Sonnenlicht im späten Sommer und Frühherbst und fördern die Blütenbildung.
Doch wie schon angesprochen, steigen heute fast alle fortgeschrittenen Grower auf LED-Panels um. Dafür gibt es mehrere Gründe, einer der wichtigsten ist die Möglichkeit, das Lichtspektrum gezielt anzupassen. Man kann sogar UV-Dioden hinzufügen, um die Produktion von Cannabinoiden, das Trichom-Output und die natürliche Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten zu steigern. LEDs haben gegenüber HID viele Vorteile: Sie produzieren fast keine Abwärme, was die Klimaregulierung erleichtert, verbrauchen deutlich weniger Strom, benötigen kaum Wartung und erreichen inzwischen eine vergleichbare Lichtdurchdringung wie HID. Vorsicht jedoch vor der Masse minderwertiger LED-Panels am Markt!
Zwar sind LEDs in der Anschaffung teurer als HID-Kits, dieser Preis amortisiert sich aber schnell durch weniger Energieverbrauch und geringere Wartungs- oder Ersatzteilkosten. Wie bei allen Grow-Utensilien solltest du dich gut informieren und auf Qualität achten – Billigware sorgt am Ende nur für Frust.
7. Fazit
Hoffentlich hat dieser Artikel Licht ins Dunkel rund um die endlose Debatte gebracht, wie viele Stunden Licht am Tag Autoflower wirklich benötigen. Die Diskussion wird sicherlich noch weitergehen – jedoch zeigt die Erfahrung: Das 18/6-Schema schlägt kaum jemand. Es liefert ausreichend Licht für die Photosynthese und genügend Dunkelheit für die nötige Erholung. Viel Erfolg beim Growen!
FAQ
Ein 18/6 Lichtzyklus, also 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit täglich, ist einer der meistempfohlenen Zeitpläne für autoflowering Cannabis. Er bietet eine gute Balance zwischen Lichtmenge, Energieverbrauch und durchgehender Dunkelheit. Einige Grower nutzen auch 20/4 oder 22/2 Zyklen.
Ein 18/6 Lichtzyklus wird Anfängern oft empfohlen, da er einfach ist, eine konstante Dunkelphase bietet und weniger Strom verbraucht als Dauerbeleuchtung. Ein weiterer Vorteil: Beim Beginn der Blüte muss nicht auf einen neuen Zeitplan umgestellt werden – es bleibt alles gleich.
Ja, autoflowering und photoperiodisches Cannabis können die gleiche Beleuchtung nutzen. Allerdings erreichen Autoflower unter einem 12/12-Zyklus meist nicht ihr volles Ertragspotenzial.
Ja, die Länge der täglichen Beleuchtung kann die Produktivität beeinflussen, da sie die insgesamt empfangene und photosynthetisch aktive Lichtmenge pro Tag bestimmt. Längere Lichtphasen bedeuten jedoch nicht automatisch mehr Ertrag.
Ja, autoflowering Cannabis kann unter natürlichem Tageslicht im Freien gedeihen, da die vegetative und die Blütephase nicht an einen speziellen Lichtzyklus gebunden sind.
Nein, autoflowering Cannabispflanzen brauchen keinen speziellen Lichtzyklus, um in die Blüte zu gehen. Im Gegensatz zu photoperiodischen Sorten richten sie sich beim Übergang von Wachstum auf Blüte hauptsächlich nach dem Alter und den Genen, nicht nach den Tageslichtstunden.
Ja, autoflowering Cannabis kann bei dauerhafter Beleuchtung wachsen, da keine längere Dunkelphase nötig ist, um die Blüte anzustoßen. Ein 24/0-Zyklus erhöht jedoch den Stromverbrauch und liefert nicht zwangsläufig bessere Ergebnisse. Dauerbeleuchtung kann außerdem die zirkadianen Rhythmen und Stressantworten der Pflanzen beeinflussen.
Zu hohe Lichtintensität oder zu lange tägliche Lichtphasen können Stress verursachen. Symptome sind u.a. Blattbleiche, Entfärbung, nach oben eingerollte Blätter und geringere Photosyntheseleistung. Lichtintensität, Dauer, Temperatur und Genetik bestimmen, wie viel Licht eine Pflanze insgesamt verträgt.
Ja, autoflowering Cannabis kann mit einem 12/12-Zyklus wachsen und blühen. Weniger tägliche Beleuchtung bedeutet jedoch bei gleicher Intensität auch weniger Lichtenergie insgesamt, was Wachstum und Ertrag begrenzen kann.
Nein, für die Blüte muss bei autoflowering Cannabis der Lichtzyklus nicht umgestellt werden. Diese Pflanzen blühen nach ihrem genetischen Zeitplan und ihrer Reife – unabhängig von der Tageslichtlänge.
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